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Tipps für
die Englandreise, damit der
Kulturschock nicht so groß wird! |
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Nach etlichen Jahren Reiseerfahrung (Gruppenleiter bei Sprachreisen) in
England (bei der ich mich zugegebenerweise auf den Süden konzentriert
habe) dürften mir mittlerweile die wichtigsten Dinge, die meine Lieblingsinsel
(!!! im Ernst !!!) zu bieten hat, untergekommen sein. Mich schockt
mittlerweile fast nichts mehr.
Wer aber völig unbedarft rüber fährt, der kann eine Menge wundersamer
Dinge entdecken und erleben.
Zur Vorbereitung auf diese Wunderwelt soll diese Seite ein wenig beitragen.
Natürlich nutze ich hier die Stilmittel der Übertreibung und Verallgemeinerung, aber lassen Sie sich davon nicht abschrecken sondern betrachten Sie meine Tipps (ironisch!) mit einem Augenzwinkern, so wie ich es tue!
Was aber rüberkommen sollte ist, dass in England einiges anders ist
als in Deutschland, und man sollte das wissen und sich darauf einstellen.
Viel Spaß in England ;-) !!!
| Ale | Englisches ->Bier, das weit besser als sein Ruf ist! Was sagt Wikipedia zum Ale? | |||||
| Anstellen |
Sie möchten es sich mal so richtig mit einem Engländer verscherzen?
Das ist viel einfacher als Sie denken, Sie verhalten sich einfach so
wie in Deutschland und stellen sich NICHT an. |
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| Architektur | Vor vielen, vielen Jahren hat sich mal ein Architekt
einen Grundriss für ein englisches Haus ausgedacht. Seitdem scheint dieser
Entwurf für ALLE Häuser Englands, abgesehen von einigen kleinen Modifikationen,
unverändert übernommen worden zu sein. Wenn Sie in England umher reisen, wird es Ihnen fast unmöglich sein zu sagen, in welchem Ort Sie sich befinden, sie sehen alle gleich aus. In den Wohngebieten endlose Reihen von Häusern, die völlig gleich aussehen. In jeder Stadt. Und die Engländer damals vor vielen, vielen Jahren müssen deutlich kleiner gewesen sein als die Menschen heute... |
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| Artex | Artex - das ist keine Kunstausstellung, sondern die Bezeichnung und das Material für die in fast jedem Haus zu findende Raumdeckenverzierung. Schauen Sie sich das mal an, sieht gar nicht so schlecht aus! | |||||
| Bad, das | Wir würden es Wildnis nennen, der
Engländer bezeichnet es als "Bad". Manch englisches Badezimmer stellt dem deutschen Besucher sämtliche Sonderheiten zur Verfügung, die ihm die Nutzung des selben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu einem unvergesslichen Ereignis machen werden! Erst einmal gilt es, den Lichtschalter zu finden. Kleiner Tipp, ziehen Sie mal an der Kordel, die irgendwo von der Decke baumelt. Weiter zur nächsten Hürde, dem Warmwasser. Hier sollten Sie unbedingt vorher fragen, wie Sie zu diesem Luxus kommen. Entweder müssen Sie auch hier wieder eine Kordel ziehen, oder aber Sie müssen vorher in irgendeiner Ecke des Hauses einen Schalter am Warmwasserboiler betätigen, soll ja schließlich nicht zu einfach sein! Neuerdings haben aber viele Engländer auch im ->Duschbereich kleine Dusch-Durchlauferhitzer, spielt dann noch der Wasserdruck mit, kann das durchaus was werden mit dem Duschen... Sollten Sie bei Betreten des Bades den Eindruck haben, auf einer Baustelle gelandet zu sein, oder aber es scheint Ihnen, dass der Raum seit einiger Zeit nicht gereinigt worden ist, sehen Sie großzügig darüber hinweg, das macht es erträglicher! Chlorreiniger wird zwar gern genutzt, aber man sieht es halt nicht so. Sie suchen im Bad eine Steckdose für einen Fön oder den Rasierer? Sie Scherzkeks! Da können Sie meist lange suchen! Freunde des eiskalten oder brühend heißen Händewaschens/->Duschens werden im englischen Bad ihre reine Freude erleben. Der Engländer lebt eben zwischen den Extremen, "warm" ist da nicht vorgesehen. Anders kann ich mir nicht erklären, warum selbst in den meisten Neubauten noch Heiß-/Kaltwasserhähne im Dusch-/Waschbecken verbaut werden. Es ist ja nicht so, dass es dort keine Mischhähne zu kaufen gäbe, sie sind auch nicht exorbitant teuer, sie werden einfach nicht eingebaut... selbst hartnäckiges Nachfragen bei meinen englischen Freunden brachte dafür keine einleuchtende Erklärung. Ach ja, noch eine interessante Besonderheit: Sie werden selbst bei Neubauten den Wasserabfluss immer außen an der Hauswand finden. Spaßig, oder? Für ->das Klo und die typischen ->Bad-Bodenbeläge habe ich ein eigenes Kapitel vorgesehen. |
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| Baked Beans | Typischer side dish der englischen Küche. Weiße Bohnen in - angeblich - Tomatensoße, geschmacklich recht neutral gehalten, eher Sättigungsbeilage. Ich persönlich mag sie nicht besonders. | |||||
| Bed & Breakfast | Fast jeder Deutsche wird beim Gedanken an England
auch über Bed & Breakfast stolpern, denn dafür
ist England berühmt. Wie im richtigen Leben gibt es teure und etwas
weniger teure (sagen wir mal "preiswerte") Häuser, Häuser,
in denen Ihnen die Hausdame erst einmal 1001 Benimmregeln auferlegt, und
Häuser, in denen man sagt, dass Sie sich wie zu Hause fühlen
sollen. Der bekannte Author Bill Bryson hat in seinem Buch "Reif für die Insel - England für Anfänger und Fortgeschrittene (notes from a small island)" die liebenswerten Eigenheiten seiner Wahlheimat sehr treffend und unterhaltsam beschrieben und sich dabei auch ausführlich über Bed & Breakfast ausgelassen. Besser kann ich es auch nicht beschreiben. |
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| Betten | Die Engländer sind ein Volk von Seeleuten. Wie
sonst ist es zu erklären, dass man in vielen englischen Betten wie in
einer Hängematte liegt? Außerdem macht es das (traditionelle) englische Bett seinem deutschen Besucher nicht ganz einfach, versteckt es sich doch quasi in Sandwich-Bauweise unter einer Anzahl von Überdecken. Ich sehe immer wieder, dass meine students gar nicht bis zur weißen Baumwoll-"Schlafschicht" durchdringen, sondern sich gleich unter die erste Überdecke legen und sich wundern, wenn es kalt wird... |
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| Bier | Ignoranten behaupten immer noch, in England gibt
es kein vernünftiges Bier. Das lasse ich so nicht gelten. Die meisten
Sorten kann man gut trinken, wenn sie kühl sind.
Was aber bei einem Draught aber schon fast ein Widerspruch in sich wäre.
Ich mag das Englische Bier! Und nicht wundern, man bestellt im Regelfall ein "pint" (0,57 l) oder ein "half pint" of XXX. Dieses pint wurde früher aus dem Bierkeller "gezogen" (draught) und hatte deswegen Kellertemperatur. Daher kommt das Vorurteil vom warmen englischen Bier, naja, manchmal ist es auch warm... Und englisches Bier hat im Gegensatz zum Bier in Deutschland keine Schaumkrone und wenig Kohlensäure, das Glas wird randvoll gefüllt. |
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| Black Pudding | ;-) Wenn Sie irgendwo im Restaurant
mal "black pudding" sehen sollten, probieren Sie doch mal ;-) Was Sie da essen? Ein leckeres Dessert? Nicht ganz. Was also essen Sie da? Nun ja... kennen Sie die deutsche Blutwurst? . . . no comment. |
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| Brown Sauce | Würzsauce, bei der man besser nicht nach
den Zutaten fragt, die sind nämlich für Deutsche doch exotisch.
Was dem Ami sein Ketchup, ist dem Engländer seine Brown Sauce. Nur um das klarzustellen: Ich liebe Brown Sauce, so schlecht ist sie gar nicht. |
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| Bitter | Biersorte in England. Trinkbar und leicht. | |||||
| Bücher | Englische Bücher kann man hervorragend in
England kaufen! Es gibt tolle Läden mit super Angebot und guten ->Preisen,
so eine Art Lagerverkauf für Rest- und Altauflagen. Aktuelle Bücher
bekommt man oft zu Dumpingpreisen in den großern Supermarktketten.
Einkaufsliste mitnehmen! Aktuelle Sachen kriegt man aber auch zum fairen Preis über einen bekannten deutschen Buchversender, der nach einem bekannten Fluss in Brasilien benannt ist. |
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| Busse | Funktioniert gut, sind selten pünktlich
und fahren auch mal einfach so an einem vorbei. Wenn man ein Bus Stop-Schild
an einer Laterne sieht und dort einsteigen will, muß man deutlich
- NEIN, nicht winken - die Hand ausstrecken(!) damit der Bus anhält!
Am besten auch an den Buswartehäuschen.. Tickets sind immer beim Besteigen des Busses zu kaufen oder vorzuzeigen - unaufgefordert. Nicht mehr benötigte Tickets werden beim Verlassen des Busses in die dafür vorgesehenen kleinen Müllleimer (litter) geworfen, denn nur dafür sind sie da. Typisch deutscher Fehler: Der Linienbus ist ein "bus", der Reisebus ist ein "coach". Es gehört übrigens zum guten Ton, sich beim Verlassen des Busses beim Busfahrer mit einem "thanks" oder neumodisch "cheers" zu bedanken! |
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| Camden | Camden ist ein Stadtteil im Norden ->Londons.
Camden ist bunt und laut und war mal ein echter Geheimtipp, bis die Touristen
einfielen. . . Wer von Camden redet, meint oft die Hauptstraße Camden
High Street, an der sehr viele kleine, bunte und vor allem ausgefallene
Shops liegen. Wer in London coole Klamotten kaufen will, sollte vor seinem
Oxford-Street-Experience erst in Camden vorbei schauen. Am Wochenende
ist zusätzlich noch Flohmarkt, und man kann so ziemlich alles dort
kaufen. In Camden sind die ->Preise noch halbwegs
fair, und nur doofe Touristen zahlen den vollen Preis - handeln!!! Evtl.
als Gruppe mehrere Sachen auf einmal kaufen, dann kann man besser handeln.
Trotz Touristen noch immer empfehlenswert. Allerdings war und ist Camden in den letzten Jahren einem starken Wandel unterworfen. Es wurde für schick erklärt, es wurde hip, die Mieten und Immobilienpreise stiegen, die Spekulanten kamen, das übliche Spiel. So findet man nun immer mehr Ketten und morderne Bauten in Camden, und Stück für Stück verschwindet das alte Camden. |
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| CDs | Sind selten billiger als bei uns. Die Engländer
haben ein seltsames System, was die Preise angeht: Neuerscheinungen auf
Maxi-CD kosten 2 bis 4 Pfund, doch wenn sie in die Charts kommen, klettern
die Preise sprunghaft auf 5 bis 7 Pfund. Longplayer kosten, wenn sie in England im Sonderangebot sind, soviel, wie bei uns normal, die echten SALE-Schnäppchen sind rar. Also genau ->Preise vergleichen! Seit einiger Zeit sind die Einzel-Schnäppchen eher rar, dafür gibt es diverse 4-für-20-GBP-Angebote. Kann sich lohnen. |
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| Cheddar | Gouda, Edamer, Brie, Harzer Roller? Vergiß es! In England gibt es (fast) nur Cheddar. Du willst Abwechslung? Kein Problem, Cheddar gibt es in mild, mittel und würzig, in weiß, gelb oder orange, hart, mittelhart und weich, ist das nichts??? Ihr merkt, England ist das Land der Käsefreunde! (Der milde Cheddar ist ganz nett und krümelt meist wie Sau) | |||||
| Chips | Englische Bezeichnung für Altölstäbchen,
umgangssprachlich auch Pommes genannt. Nicht zu verwechseln mit ->"Crisps",
unter denen wir hier Chips verstehen. Chips sind aber nur die dicken Fritten,
die dünnen Pommes im Fastfood-Laden werden dagegen Fries genannt. Die Chips werden halbmatschig serviert und üblicherweise mit viel "salt&vinegar", also Salz und ->Malzessig, gegessen. Ich finde, nur so kriegen die Dinger überhaupt Geschmack, der dann allerdings gar nicht mal so schlecht ist. Es gilt halt nur, die typisch deutsche Angst vor dem Essig zu überwinden, es lohnt sich! |
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| Cider | Cidre oder auch simpel "Apfelwein". Ziemlich herbe bis ganz herbe Angelegenheit, die seltsamerweise recht beliebt ist. (Ganz großartig liest sich übrigens oft auch die lange Liste der beigemischten Zusatzstoffe, Aromen und Konservierungsstoffe...). Es gibt viele Sorten davon, zu empfehlen ist auch der pear-cider vonne Birne. | |||||
| Crisps | Die deutschen Chips heißen so in England, beliebtes Verwechselspielchen in englischen Supermärkten/Restaurants/Snack Bars. Sie sollten mal das blöde Gesicht des Verkäufers im englischen Supermarkt sehen, wenn Sie bei den Knabbersachen stehen und ihm sagen, daß Sie ->Chips suchen! Ach ja, Paprikachips habe ich bis heute nicht gefunden, dafür gelten die "Salt & Vinegar"-Crisps als mein absoluter Geheimtipp! | |||||
| Curry | Curry? Das ist doch das typische Gericht beim Inder?!? Ja und nein. Es hat sich im Laufe der Jahre zu einem der beliebtesten Gerichte in England gemausert, und ein gutes Curry zu machen gehört bei einer britischen Hausfrau zum guten Ton. Man kann bei Curry also durchaus von einem britischen Nationalgericht sprechen. | |||||
| Deutsche | Deutsche sind bei einigen Leuten in England
nicht allzu beliebt. Man sollte sich nicht zu offensichtlich und aktiv
als Deutscher outen, es gibt dann manchmal wirklich hässliche Reaktionen,
speziell von der Kriegsgeneration oder von Jugendlichen, das "Fucking
Germans" haben wir mit unseren Reisegruppen oft genug zu hören
bekommen, obwohl wir uns sehr unauffällig und zurückhalten benommen
haben. Das sind zwar die Negativbeispiele, aber man sollte nichts riskieren, viele Engländer sehen uns heute immer noch als Nazis, weil sie leider oftmals gar kein anderes Bild von uns vermittelt bekommen. Es sind nur wenige daran interessiert, ein sachliches Bild von uns Deutschen zu vermitteln, und vor allem die großen Boulevard-Zeitungen (-> The Sun) hetzen ordentlich gegen die Deutschen (dort liebevoll oft als "fucking Krauts" und "Nazis" bezeichnet, auch das Wort "Blitzkrieg" fällt öfter... noch Fragen?!?). Keinen Streit beginnen, sich nicht provozieren lassen!!! Sich im Konfliktfall lieber Schutz bei Polizisten oder freundlich gesinnten Einheimischen suchen. Leider muss ich Ihnen diesen Tipp geben, habe schon zu viele schlechte Erfahrungen auf diesem Gebiet gemacht... Das Problem ist, dass wir Deutschen durch viele für uns selbstverständliche Gewohnheiten schon fast automatisch unangenehm auffallen, das Rumlümmeln im Bus, das Nicht-Anstellen, das laute Rumgeschreie und so weiter... Es kann manchmal allein schon Unmut hervorrufen, sich auf Deutsch zu unterhalten. Wie gesagt, das sind leider die Negativbeispiele (London ist da anders!). |
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| Dusche | Sie stehen auf Abenteuer der besonderen Art? Dann sollten
Sie mal in England duschen! So Sie denn eine Dusche finden, können
Sie in wahre Euphorie verfallen, wenn sie mehr als nur dürftig tröpfelt,
mit dem Wasserdruck nimmt man es nicht so genau wie in Deutschland! Und
Sie werden staunen, wie eklig Ihr Lieblingsduschgel durch das gechlorte
Wasser riechen kann! Ferner werden Wechselduscher (eiskalt/kochend heiß)
garantiert auf ihre Kosten kommen. Wie gesagt, ein Abenteuer der besonderen
Art! Immerhin, leichte Fortschritte sind zu verzeichnen! Es gibt da so spaßige Nachrüstduschen, so integrierte Durchlauferhitzer-Schlauch-Brause-Kombis. Nicht mehr so wie früher, Aufsteckschlauch im 1-Pfund-Shop kaufen und selber mischen, nein, das fiese Geräusch ignorierend kann der Normaldeutsche mittlerweile durchaus zu einem annähernd befriedigenden Duscherlebnis kommen. |
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| Duschvorhang | Dusche, 2ter Teil: Ist denn tatsächlich mal eine Dusche
(meist nachträglich in die Badewanne eingebaut) vorhanden, ist sie
oft nur im Sitzen zu benutzen, da man fast nie einen Duschvorhang finden
wird. Wo gibt es denn auch sowas, Dusche UND Duschvorhang, beinahe schon frivol ausverschämt. Damit wir uns richtig verstehen, es gibt Duschvorhänge zu kaufen, nur wird man ziemlich verständnislos angeguckt, wenn man den Duschenbesitzer fragt, warum er keinen hat. Tja, wer dann aber nicht im Sitzen duscht sondern wagemutig stehen bleibt, der darf sich hinterher nicht wundern, wenn er aus der Wanne steigt und der ->Teppich ein seltsam schmatzendes Geräusch beim Auftreten macht... |
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| DVDs | Für DVDs gilt im Prinzip das gleiche wie für ->Videos. England hat bei DVDs den selben Ländercode 2 wie Deutschland. Aber wie auch in D-Land: DVDs sind teuer. Und erwarten Sie nicht, dass englische DVDs auch den deutschen Ton mit drauf haben! DVDs in England haben meist NUR englischen Ton oder zusätzlich irgendwelche europäischen Minderheitssprachen. Die großen Shops (HMV, Virgin...) haben im SALE manchmal wirklich gute DVD-Angebote. Viel häufiger wird man solche x-DVDs-für-yyy-Pfund-Angebote finden. Kann sich lohnen, muss aber nicht. | |||||
| English Breakfast | War früher mal Eggs, Bacon, ->Baked
Beans, Mushrooms etc., heute abgelöst durch eine Mordsauswahl
an allen möglichen Cornflakes, Müslis und sonstigen Frühstückscerealien
sowie Toast mit Marmelade. Testet Weetabix! Wer das traditionelle Frühstück will, ordert "Full English Breakfast" und muss ich dann über die Zusammensetzung der einzelnen Bestandteile klar sein, über die man abgefragt werden kann. |
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| Essen |
Kein Kommentar! |
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| Fast Food | Gut und reichlich. ->Takeaways, Mc Donald´s und Burger King gibt es alle paar Ecken, ebenso KFC (Kentucky Schreit Fi**en), testet dort den Zinger Tower! | |||||
| Fish´n Chips | Englische Spezialität, fettiger Backfisch (meist Kabeljau=Cod)
mit ->Pommes. Man muß aber noch viel Salz
und vor allem ->Vinegar drauf machen, damit es
Geschmack kriegt. Entgegen weitläufiger Vorurteile ernährt sich der Engländer heutzutage eher selten von Fish´n Chips. Warum? Es gibt einfach genug leckere Alternativen (->Takeaway / ->Iceland :-) ). |
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| Fritteuse | Eines der wenigen Geräte im Haushalt, das quasi im Dauereinsatz
ist. Die Fritteuse gehört zur Grundausstattung eines Haushalts. Was
meinen Sie, was der Engländer so alles frittieren kann (Mars-Riegel!)! Und - sagenhaft - einige haben herausgefunden, dass man Frittierfett auch auswechseln kann. Guten Appetit! |
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| Geld |
Die Engländer zahlen mit Englischen Pfund und können Schottische
Pfund überhaupt nicht leiden. Deshalb beim Geldumtausch in der
Bank genau die Scheine ansehen (Glasgow=Schottland)! Besonders beliebt
ist auch das Zahlen mit großen Scheinen, gerade Busfahrer werden
Sie dafür lieben (oder rausschmeißen)! Tipp zum Geldtausch:
Etwa 30 Euro zu Hause tauschen und dann in England mit der ec-Karte
Geld abheben, gibt einen viel besseren Kurs, kostet aber zwischen 2,50
und 4,00 Euro pro Verfügung. Bei größeren Summen ist
es dennoch günstiger. Mit NatWest habe ich gute Erfahrungen gemacht.
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| Gesetze | Was das Rechtssystem angeht, sind wir Deutschen
maßlos verwöhnt. Das englische Rechtssystem ist in vielen Bereichen weitaus
rigoroser als das deutsche. Was also bei uns höchstens ein Fingerklopfen
bedeutet, kann in England weitaus härter geahndet werden. Vor allem Jugendliche sollten sich vorsehen, denn Alkohol ist in England erst ab 18 Jahren erlaubt (im Moment Kauf erst ab 21 Jahren, Konsum ab 18 - strange) und es wird streng auf die Einhaltung geachtet. Wer in England Alkohol an Minderjährige ausschenkt, ist ohne Diskussion seine Schanklizenz los und riskiert eine herbe Strafe. |
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| Gummibärchen | Original Haribos gibt es auch, sind aber ziemlich
teuer und schön farbig (lang leben die Farbstoffe!). Kann man prima
Geschäfte mit machen, wenn man sich billig welche aus Deutschland
mitbringt und dort verkauft. Masochisten und Personen, die sich sowieso in Kürze die Zahnfüllungen neu machen lassen wollten, empfehle ich die original englischen ->Weingummis. Unglaublich klebrig, und beim Geschmack staunt man immer wieder, was die chemische Industrie so alles an Farb- und Geschmacksstoffen produziert! |
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| Gutscheine | Bei uns hat es gerade erst begonnen, in England
ist es bereits die Regel: Gutscheine (voucher) sammeln (3 Cola zum Preis
von 2, buy 2 get 1 free...). Das tun die Engländer nicht aus Spaß,
sondern weil es eine der wenigen Möglichkeiten ist, beim Einkaufen
Geld zu sparen, echte Sonderangebote sind rar. Gutscheine gibt es überall und für alles und jeden. Mir sagte mal ein Engländer, er würde liebend gern auf die Gutscheine verzichten, wenn er dafür anständige Preise bekäme. Recht hat er! Darum hat er jetzt auch eine Extratasche für seine ganzen ->Kundenkarten dabei *g*! |
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| Haustiere | Wie bei "Montagsmaler": Hund, Katze,
Maus, Kaninchen... Haustiere gehören in England zur Familie. Sie
sind die immerkleinen Kinder der Familie. Sie gehen in jedem Raum, und
sie sind meist ziemlich selbstbewusst. Regeln? Nicht für uns. Besser, Sie gewöhnen sich daran, Sie können es eh nicht ändern. |
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| Höflichkeit | Auch wenn Sie aus Deutschland kommen: Nehmen
Sie wenigstens zur Kenntnis, dass es in England einige Höflichkeitsfloskeln
gibt, deren Gebrauch auch heute noch von vielen Menschen erwartet und
gern gesehen wird. Auf eine Ja/Nein-Frage antwortet man "yes, please" oder "no, thank you". Man bedankt sich mit einem "thanks, that´s very kind of you" und sagt lieber einmal mehr "thank you" als einmal zu wenig. "Gern geschehen" heißt "you´re welcome". Die hohe Schule der Höflichkeit ist allerdings "I'm sorry". Am besten auch immer und überall für alles sagen. Es rempelt Sie einer wüst von der Seite an? Sie sagen "I'm sorry!" ABER: Sie möchten irgendwo durch? Sagen Sie "Excuse me, please..." Glauben Sie mir, diese "Kleinigkeiten" bewirken eine Menge Gutes, wenn man sie beachtet! Vergessen Sie nicht, dass wir ->Deutschen bei den Engländern eher einen schweren Stand haben. |
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| Kaffee | Allen Unkenrufen zum Trotz, der Instantkaffee ist trinkbar,
und auch im Hotel gibt es ab und zu mal Lichtblicke. Ansonsten sollte
man sich aber an ->Tee halten. Wer es mag: Natürlich gibt es seit einiger Zeit auch etliche "Starbucks"-Cafés und ähnliche Café-Ketten mit tollen Fantasienamen für Milchkaffee, und Röstkaffeeautomaten verbreiten sich auch langsam. Pad- und Kapselmaschinen wurden auch schon gesichtet. |
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| Kamin | Eine der unumstößlichen Grundregeln in England: JEDES Haus
hat einen Kamin! Wie schon bei ->Architektur angedeutet, sieht der Grundriss eines englischen Hauses einen Kamin zwingend vor. Und sei es, man mauert den Kamin hinterher wieder zu und stellt sich ein künstliches Kaminfeuer (Elektro oder Gas) davor. Hauptsache Kamin! |
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| Kinder | Wenn Kinder laut sind, dann beschwert sich der Deutsche
über den Lärm, während der Engländer sagt, er hört den
Klang der Zukunft. Das zeigt schon deutlich die grundverschiedenen Einstellungen zu Kindern. England ist kinderfreundlicher, es wird mehr für Kinder getan. Allerdings muss ich dazu sagen, dass viele Kinder eine antiautoritäre Erziehung zu erhalten scheinen, ich meine, deutsche Kinder werden im Durchschnitt strenger erzogen. (Man könnte diesen Punkt "Kinder" durchaus noch kritisch weiter vertiefen, aber das ist ein sehr weites Feld...) |
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| Klamotten | Klamotten gibt es reichlich, nur nicht unbedingt
billiger als bei uns. Die Levi´s kosten oft sogar mehr als bei uns.
Wer Markenklamotten sucht, findet bei Mad House gute Angebote und kann
ein paar Schnäppchen machen. Das Schildchen SALE wird man
zu jeder Zeit in fast jedem Laden finden. Sale heißt Schlußverkauf,
und der ist anscheinend immer und überall, heißt aber noch
lange nicht, daß die Klamotten dann vernünftige ->Preise
haben. Gute Klamotten zu halbwegs guten Preisen gibt es in London in ->Camden
Town (ziemlich abgefahrenes Viertel im Norden ->Londons),
am Wochenende ist dort noch zusätzlich ein ziemlich cooler Flohmarkt!
Und nicht zu vergessen, das Kaufhaus Lillywhites am Picadilly Circus. Allgemein kann man dann aber doch sagen, dass in den großen Sportläden Marken-Sportklamotten und -Schuhe teilweise verramscht werden, da sind durchaus Schnäppchen zu finden. |
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| Kreditkarten | Vermutlich hat der Durchschnittsengländer mindestens 10 Kreditkarten im Geldbeutel. Während die Banken bei uns für die bunten Plastikkärtchen munter abkassieren, werden sie einem auf der Insel quasi nachgeworfen. Der Engländer nutzt diese Karten bis auf ein oder zwei aber nicht, nein, er sammelt sie oft nur wegen der hübschen Designs (Teddybären, Goldfische, etc.). | |||||
| Kreisverkehr | Was bei uns in Deutschland langsam immer mehr Freunde findet ist in England Alltag: der Kreisverkehr, "roundabout" genannt. Dieser hat meist zwei Spuren. In einen englischen Kreisverkehr fahren Sie links herum hinein! Die äußere Spur nutzen Sie, wenn Sie sofort bei der nächsten oder übernachsten Ausfahrt (maximal bis "Geradeaus") wieder raus wollen. Andernfalls ordnen Sie sich zuerst in die innere Spur ein und wechseln kurz vor Ihrer Ausfahrt auf die äußere Spur. Und man blinkt IMMER und vor allem NUR, wenn man AUS dem Kreisverkehr heraus fährt! | |||||
| Kundenkarten | Do you have a XYZ-card? Standardfrage an so ziemlich
jeder Kasse in England. Bei uns geht das ja noch einigermaßen, aber auf der Insel ist das ganz derbe. Jede noch so kleine, unbedeutende Ladenkette hat irgendeine Kundenkarte. |
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| Ladenschluss | As you like it. Die Ladenschlussgesetze sind
in GB, so es sie denn gibt (?), absolut flexibel. Auch wenn normale Geschäfte
feste Öffnungszeiten haben, sind diese oft großzügiger
als in D-Land. Die großen Supermarktketten leisten sich sogar den
Luxus von 24/7-Shopping, das heißt, die großen Märkte
sind fast die ganze Woche Tag und Nacht geöffnet. Donnerstags um
3 Uhr morgens Lust auf Einkaufen? Kein Problem! ABER: Wir Deutschen sind es mittlerweile gewöhnt, bis 20 Uhr einkaufen zu können. In Poole z.B. steht man tatsächlich um 17.30 Uhr in der Fußgängerzone schon vor geschlossenen Türen. Hat mich wirklich gewundert. |
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| Leitungswasser | Vorsicht vor Leitungswasser! Füllen Sie sich eine Flasche Wasser im Schwimmbad ab, stellen Sie es kühl und trinken es, dann wissen Sie, wie in England das Trinkwasser schmeckt. Man scheint bei der Chlordosierung weit weniger kritisch zu sein als bei uns. Dort geht es anscheinend nach dem Motto Viel hilft viel!. Wem von dem Wasser schlecht wird (fast jedem ungeübten Magen), der sollte auf ->Mineralwasser ausweichen! | |||||
| Linksverkehr | Eines DER Synonyme für England: der Linksverkehr. Erstaunlicherweise sind die Engländer die einzigen Europäer, die steif und fest behaupten, als einzige auf der richtigen Seite zu fahren ;-) Sollten Sie vorhaben, in England Auto zu fahren, stellen Sie sich VORHER schon einmal vor, wie man im Linksverkehr rechts und links abbiegt und vor allem, wie ein englischer ->roundabout, also ein ->Kreisverkehr, funktioniert. Vor dem Überqueren der Straße gilt die Regel "Look right". Hilfreich, das Leben und die eigene körperliche Unversehrtheit zu verlängern. |
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| London |
Hauptstadt von England, Regierungssitz von Großbritannien, Sitz
der königlichen Monarchie. Geliebt und gehaßt. |
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| Medikamente | Vieles, was es bei uns nur in Apotheken gibt,
ist in England in Drogerien und Supermärkten frei verkäuflich
und vor allem billig, wie z.B. Aspirin, Paracetamol, Ibuprofen oder Erkältungsmittel.
Für Schmerzmittel gilt seit einiger Zeit eine Abgabegrenze von zwei
Packungen pro Person pro Einkauf. Wenn der Arzt etwas verschreibt, zahlt der ->NHS meist dafür. |
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| Mikrowelle | Wenn zwei Dinge die englische Küche revolutioniert
haben, dann die ->Friteuse und die Mikrowelle.
Zwei fantastische Möglichkeiten, ungesundes Essen zu jeder Zeit eklig
verkocht hungrigen Masochistenmägen vorsetzen zu können. Es ist ja so praktisch, Essen lange vorher vorkochen, irgendwo in den Backofen stellen und dann schön wieder in der Mikrowelle warmmachen. Na dann mal guten Appetit und fleißig abgenommen!!! |
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| Mietwohnung | Sinngemäß: Ein Haus zu kaufen liegt in der Natur
des Engländers, Miete zahlen nicht. Und warum? Nun, ganz einfach:
Es gibt einfach kaum Mietwohnungen in England. Also bleibt den Leuten
gar nichts anderes übrig, als ein Haus zu kaufen. Viele Engländer müssen Zweit- oder Drittjobs annehmen, um die Darlehensraten zahlen zu können. Auch ein Grund, warum Häuser oft baufällig sind, Instandsetzung kostet (zu) viel Geld. |
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| Mineralwasser | Heißt im Englischen Sparkling Water (mit Kohlensäure) oder Still Water (ohne Kohlensäure). Ist noch nicht so verbreitet, da immer noch gern ->Leitungswasser getrunken wird. | |||||
| NHS | "National Health Service", macht den Auslandskrankenschein überflüssig. Arztbesuche und ->Medikamente zahlt der Staat. Das Versorgungsniveau ist aber niedriger als bei unseren Kassenärzten. Man geht immer zuerst zum allgemeinen Arzt in die surgery. Teurere Behandlungen müssen selber und vor allem bar bezahlt werden (Quittung, receipt, geben lassen!). Evtl. gibt es zu Hause dann Ärger bei der Abrechnung mit der Krankenkasse. Achtung Sonderfall ->Zahnarzt! | |||||
| Nightlife | Das englische Nachtleben: Typischerweise sieht es so aus,
daß man in ein ->Pub geht (bis zur ehemaligen
->Sperrstunde
um 23 Uhr), danach entweder ins Bett oder in einen Nachtclub. Sperrstunden
sind soweit abgeschafft, das Relikt aus dem Weltkrieg wurde gekippt (müssen
ja heutzutage nicht mehr noch alle am nächsten Morgen fit sein zum
Bomben zusammenschrauben!). Nachtclubs gibt es eigentlich überall, einfach mal im Pub den Trinknachbarn fragen oder ->TimeOut lesen. Ach ja, in England steht man verdammt oft verdammt lange vor guten Clubs. Und nach den Preisen fragt man besser nicht, das leistet man sich einfach! |
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| Parks | Das Steckenpferd der Engländer. Der Park gehört zu England wie die Monarchie. Oft sehr schön angelegte und gepflegte Anlagen, die von jedem genutzt werden können. Kein "Rasen betreten verboten!" wird einem dort begegnen. Parks sind Orte der Ruhe und Erholung für alle. Mittags legt man sich in den Park und entspannt ein wenig, man isst dort sein Sandwich, küßt seine Freundin/seinen Freund, schaltet ab. Nur die Liegestühle sind für den Ungeübten eine Erfahrung wert. Man mag sich vielleicht wundern, warum die Engländer VOR den Stühlen liegen, und nicht darauf. Das hat einen Grund, denn kaum setzt man sich nieder, kommt auch schon ein freundlicher Mensch und möchte für die Nutzung des Stuhles Geld kassieren. Oft um die 25-50 Pence. Das Geld kann man sich sparen. | |||||
| Pfefferminzsauce | Es gibt einen Grund, warum die Römer damals England
nicht erobert haben: Man muss ihnen Minzsauce zu essen gegeben haben.
Wenn es ein Gericht "minced" gibt, muß man gaaanz tapfer sein und versuchen, den Brechreiz für das Klo aufzuheben. Ähnlich eklige Angelegenheit wie die ->Sausages! |
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| Pickles | Sammelbegriff für sauer (in Essig) eingelegte Gemüse, die Ihre Kinder schon zu Hause nicht leiden können. Gibt es häufiger mal zum Essen und zählt zu den typisch Englischen Spezialitäten! | |||||
| Pies / Pastries | ->Blätterteigtörtchen mit undefinierbarem Inhalt, meist ziemlich fettig. Schmecken eigentlich ganz gut, wenn man sich nicht so sehr für die Füllung interessiert. Wirklich gut - kalt und warm - ist die billige "value pork pie" von Tesco! Unbedint mit ->Colman's Mustard essen! | |||||
| Pizza | Eßbar im Restaurant. Vorsicht vor Tiefkühlpizza!
Sogar die schmeckt oft ziemlich eklig. Typisches Gericht für Kinder und ausländische Gäste: Ein Stück Pizza mit Pommes (siehe auch ->Fritteuse) und ->Baked Beans. |
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| Plastiktüten | Umweltbewusste Menschen werden im englischen
Supermarkt die Krise kriegen. Der Engländer kennt nur die Plastiktüte.
Sie wird dort beim Enkaufen in rauhen Mengen rausgehauen. Nun ja, wenigstens finden die Plastiktüten zu Hause eine zweite Verwendung als Mülltüte oder Beutel für das Lunchpaket. Aber auch hier gibt es Veränderungen, stabile Plastiktüten, Jutebeutel und ähnliches werden mittlerweile angeboten, auch mit Tauschgarantie (sog. ->bag for life) wenn kaputt, mal sehen, ob das Aktionismus bleibt oder sich durchsetzen wird. |
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| Preise | Lange galt die unumstößliche Regel: England ist teuer. Aber der Wechselkurs meinte es in den vergangenen Jahren nicht ganz so gut mit den Briten, so dass wir uns mit unserem Euro durchaus wieder was leisten können auf der Insel. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es Bereiche gibt, in denen das Preisniveau grundsätzlich anders als in Deutschland ist. Persönlich finde ich, dass gerade Supermarktpreise und Restaurants oft vergleichweise teuer sind. Gefühlt ist England von der Lebenshaltung her immer noch teuerer als Deutschland. | |||||
| Pub | Ganz wichtig: DAS Pub, nicht DER Pub!!! Das Pub ist das
ausgelagerte Wohnzimmer des Engländers. Dieses Klischee ist übrigens
zutreffend. Es gibt viele schöne Pubs, die sehr gemütlich eingerichtet
sind. Das Pub öffnet bereits mittags und man kann meist recht anständig
->essen (wenn man es sich leisten kann, siehe
->Preise). Dann bestellt man sich sein pint of
->beer (oder ein half-pint für die Warmduscher
unter uns) und hat Spaß mit seinen Freunden, mit den alten oder
mit denen, die man an dem Abend noch kennenlernen wird. Dieses traute
Beisammensein wurde früher jäh durch die "Last Order"
um 22.45 Uhr und die Sperrstunde um 23 Uhr zerrissen. Eigentlich ist dieses
Relikt längst abgeschafft worden, ist es aber nur halbherzig. Die
Leute gehen oft aus alter Gewohnheit trotzdem um 23 Uhr nach Hause oder
ziehen weiter in die ->Clubs. Ach ja, wenn Sie bei einer Runde, die jemand ausgibt, ein Getränk bestellen, wird erwartet, dass Sie im Laufe des Abends auch eine Runde ausgeben!!! Eine traurige Entwicklung muss leider erwähnt werden: Immer mehr englische Pubs werden von den großem Brauereiketten aufgekauft und dann standardisiert. Viele schöne kleine Details und eine Menge "spirit" gehen so leider verloren... Die großen Pubs bieten oft auch ein sogenanntes "->Carvery" an, Fleischauswahl mit Beilagen-All-You-Can-Eat. |
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| Regen | Segler sind in England klar im Vorteil! Sie bringen die richtigen Klamotten meist schon mit. Warmer Regen wird von einigen sogar schon als gutes Wetter betrachtet ... naja, so schlimm ist es nun auch wieder nicht ;-) (siehe auch ->Sonne) | |||||
| Restaurant | Fasst man den kühnen Plan, ein englisches Restaurant zu
besuchen, empfiehlt es sich dringend, vorher reich geerbt oder im Lotto
gewonnen zu haben. Preise, die dem Engländer normal erscheinen, treiben uns das Wort "Wucher" auf die Lippen. Es kann Ihnen ohne weiteres passieren, dass Sie für ein normales Essen Eur 25,00 bezahlen, ohne etwas Besonderes geordert zu haben. Stellen Sie sich darauf ein (->Preise). |
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| Royals | Die königliche Familie kann ein heikles Gesprächsthema
werden, wenn Sie nicht aufpassen. Es gibt die Royals-Liebhaber, die Royals-Hasser
und die breite Mehrheit, die dem ganzen eher gelassen gegenüber steht
und die königliche Familie auch durchaus kritisch zu betrachten weiß.
Wenn Sie nicht allzu viel über die königliche Familie wissen, sollten Sie bei dem Thema lieber die Klappe halten! |
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| Säfte | Sind sauteuer! Nicht verwechseln mit ->Squash! | |||||
| Sausages | So ziemlich das widerlichste, was die Englische Küche jemals hervorgebracht hat. Schlabberige, fettige Masse im Tierdarm, oft nahezu geschmacksfrei. Muß erst ausgedrückt werden, damit das ganze Fett herauslaufen kann. Danach weiß man, warum so viele Engländer Vegetarier sind! Persönliche Herausforderung! | |||||
| Scons | Englisches Gebäck zum Tee, wird mit Marmelade
gegessen, was auch gut so ist, denn die Dinger sind meist ziemlich trocken.
Verwandt mit den Madelaines. (Ich bin mir sicher, in "3 Engel für Charlie" wurde nicht mit Muffins sondern mit Scons geworfen!) |
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| Senf | Sie suchen noch ein Mitbringsel aus England?
Eines, dass Ihnen garantiert die Tränen in die Augen treibt? Aber nicht
vor Freude? Dann sollten Sie unbedingt ein Gläschen Colman´s
Original English Mustard mitnehmen. Dagegen kann "Löwensenf
extra scharf" einpacken! Schmeckt ganz anders als deutscher Senf und gehört in wirklich jede Küche! |
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| Sonne | Wurde schon vereinzelt gesichtet, besonders im Sommer. | |||||
| Squash | 1. Sportart 2. (!)
Getränkekonzentrat, das mit Wasser verdünnt wird. Läuft
bei meinen students auf den Sprachfreizeiten nur unter dem Begriff Plörrebrühe,
zu Recht. Gibt es mit vielen tollen Geschmacksrichtungen und ist eine ziemlich künstliche Angelegenheit, lang leben die Farb- und Aromastoffe! Besonderer Spaß: Neulinge, die unwissend das Zeug pur trinken. Das Schweppes-Gesicht ist ein Dreck dagegen! Squash ist SEHR verbreitet im Getränkebereich der Supermärkte, Augen auf beim Kauf! ->Saft ist oft nur frisch in der Kühlung zu haben. |
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| Strom | Wie bei uns haben die Engländer 230 Volt, aber andere
plugs (Stecker) als wir (Ausnahme: Steckdosen speziell für
Rasierer), also unbedingt Adapterstecker mitnehmen. Adapterstecker gibt
es aber auch in den großen Supermärkten und in allen "Eisen-
und Haushaltswaren-Shops", z.B. Robert Dyas, Argos, Currys usw.,
und Handy-Läden zu kaufen, Preis ab £ 2,95 aufwärts. Steckdosen haben einen AN/AUS-Schalter, den man einschalten muss, bevor der Strom fließt! |
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| Sun, The | Fürchterliche Boulevardzeitung auf widerlich
niedrigem Niveau, nichts ist so geschmacklos oder hinterfotzig, dass es
nicht gedruckt werden würde, selbst wenn die Autoren sich der völligen
Unrichtigkeit ihres Geschmieres vollauf bewusst sind.. Gegen die Sun wirkt
die BILD-Zeitung wie eine übermütige Ausgabe des Gemeindebriefes.
In der FAZ vom 24.02.03 habe ich auf Seite 3 eine überaus zutreffende
Beschreibung gelesen: "Die "Sun", die den schlechtesten
Geschmack hat, sich an die dümmsten Leser wendet und folglich die
größte Auflage der britischen Tagespresse erreicht, ist dank
inständiger Beflissenheit der Downing Street mittlerweile so etwas
wie das Hausblatt der Regierung Blair geworden." Das sagt doch alles,
oder? Wer sich's trotzdem antun will: The Sun |
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| Takeaway | Der/das Takeaway oder Take-Away. Eine prima Sache in England. Überall in den Städten sind kleine Fast-Food-Geschäfte anzutreffen, die Essen zum Mitnehmen (take away) verkaufen. Viele Inder, Chinesen, Kebaps und Fried Chicken sind darunter. Vorteil: Man kann bis spät in die Nacht zu fairen Preisen anständiges Essen kriegen. Ich bin erklärter Freund von Takeaways! | |||||
| Taschentücher | Gibt es fast nur im Spender. Als Packung, wie wir sie hier in Deutschland kennen, nur in 6er-Packs erhältlich und dem Preis nach zu urteilen mit Gold überzogen. Unbedingt von zu Hause mitnehmen! | |||||
| Tee | Beliebtes Heißgetränk, das gern um 17-18 Uhr genommen wird (-> tea time). Das können die Engländer allerdings wirklich! Der Tee ist klasse und sollte unbedingt auf die Souvenirliste mit aufgenommen werden. ->Kaffee dagegen ist mit Vorsicht zu genießen! | |||||
| Teppich | Teppich in jedem Raum, sogar im Bad (sieht dort meist schon
richtig versifft aus ->Duschvorhang). Aber
nicht irgendein Teppich - nein! Je höher desto besser. Ein Teppich, in
den man nicht erstmal 5 cm einsinkt, ist kein Teppich! Das einzig Gute daran ist, dass man auch nach Jahren noch Überreste aller jemals dort gefeierten Parties finden wird... (Ich bin nur mal gespannt, wann die Engländer rauskriegen, dass es auch Teppichkleber zu kaufen gibt.) |
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| Tesafilm | Der Markenname "Tesafilm" hat sich bei uns eingebürgert
als Begriff für ein durchsichtiges Klebeband. Glauben Sie mir, das werden
sie früher oder später brauchen in England. Nur leider klebt man in Engand lieber mit einer blauen Klebepaste, dem "->Blue Tack". Es sieht fast so aus wie Knete und ist hellblau. Wenn Sie aber Tesafilm wollen, fragen Sie nach "Sello-tape", "Sello" ist in etwa das Gleiche wie bei uns "Tesa", ein Markenname. Ein alternativer Begriff ist "adhesive tape". |
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| Tiefkühlkost | Bei uns ist es noch nicht soweit, in England die Regel:
Tiefkühlkost. Im normalen englischen Haushalt findet sich auch immer eine
große Kühltruhe oder ein großes Gefrierfach im Kühlschrank.
Es gibt sogar Supermärkte, die sich auf TK-Kost spezialisiert haben,
z.B. Iceland. Aber ich muss es nochmal sagen, die englischen Geschmacksnerven ticken anders... |
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| TimeOut | Du bist das erste Mal in England und hast keine Ahnung, was wo abgeht? Die Lösung heißt TimeOut. Es ist DAS In-Magazin mit den besten Szene-Tipps und Terminen. In ->London die so ziemlich einzige Möglichkeit, den Überblick zu bekommen. TimeOut gibt es auch im Internet. | |||||
| Toilette | Eine Gerätschaft der ganz besonderen Art ist das Klo! Die
korrekte Bedienung erfordert für den deutschen Besucher einiges an
Übung und man kann sich durch Falschbedienung in kürzester Zeit
auf ewig den Unmut des Toilettenbesitzers zuziehen. Aber der Reihe nach:
Die Spülung betätigt man durch RASCHES Herunterdrücken
und SOFORTIGES Loslassen des Hebels nach Beginn des Spülvorgangs! Sonst nämlich leert sich der Spülkasten so, dass der handwerklich versierte Klobesitzer erst einmal den halben Spülkasten ausbauen muss, um den Mechanismus wieder zum Laufen zu kriegen. Aber keine Bange, nach einigem Üben haben Sie den Dreh raus! |
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| Verkehr | Die Engländer fahren ->links! Die lustigen Graffiti auf den Straßen Look right und Look left sagen Ihnen, wohin Sie schauen müssen wenn Sie über die Straße wollen, Sie sollten sich besser daran halten. | |||||
| Videos | Waren früher oft gut und günstig,
zumindest die Sonderangebote (Man sollte die Preise in D-Land im Hinterkopf
haben). Mittlerweile sind Videos nahezu ausgemustert und vor allem noch
in Second-Hand-Läden zu finden. Die ->DVD hat ihren Siegeszug über das gute alte Videoband erfolgreich beendet. |
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| Vinegar | Englischer Malzessig, der besonders gern auf ->Fish und Chips gemacht wird. Oft auch in den hiesigen ->Chips zu finden. Schmeckt ziemlich gut. | |||||
| Weingummi | Wir Deutschen wissen schon, was wir an unseren ->Haribos haben! Nun, wer aber auf Farb- und Aromastoffe steht und es witzig findet, noch nach Tagen Weingummi-Reste zwischen den Zähnen kleben zu haben, der sollte sich nicht zurückhalten! | |||||
| Zahnarzt | Achtung Sonderfall! Obwohl der ->NHS für Arztbesuche aufkommt, sind ZAHNarztbesuche erst einmal selber und vor allem BAR zu bezahlen. Man erhält dann eine Quittung (receipt), die man zurück in Deutschland bei der Krankenkasse einreicht. Großer Spaß dabei: Wieviel erstattet mir meine Krankenkasse zurück? | |||||
| Zigaretten | England eignet sich hervorragend dazu, sich
das Rauchen abzugewöhnen. Eine Packung Ziggies kostet je nach Laden
3-6 Pfund, etwa 5-9 Euro. Auch hier im Moment die seltsame Regel, dass Rauchen ab 16 Jahren erlaubt ist, der Zigarettenkauf aber erst ab 18 Jahren. Soll aber bald auf 18 Jahre angeglichen werden. |
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Und hier noch Literaturvorschläge zum Thema England
Schaut
Euch auch mein Reisetagebuch Christchurch an
Habe ich etwas vergessen, das dringend aufgenommen werden sollte? Schreiben Sie eine eMail an mich! Danke.
Stand: 19.11.2010